Rückreise

Nach 2 Stunden mit dem Boot sind wir wieder in Cartagena. Dieses Mal hatten wir Glück, die See war ganz ruhig, und wir konnten die Fahrt und den Blick auf Cartagena genießen. Ein Tag zuvor hat es heftig geregnet und die Straßen stehen teilweise noch unter Wasser, was normal ist, wenn es regnet. Am Abend fliegen wir nach Bogota und in der Nacht nach Frankfurt. Leider verpassen wir dort den Flieger nach München. Unsere Koffer haben schon in Bogotá den Flieger verpasst. Halb Zwölf waren wir dann endlich zu Hause. Die Reise wird noch lange in uns nachhallen. Jetzt müssen wir uns aber erst einmal wieder akklimatisieren. Wir grüßen Euch ganz herzlich.

Isla Mucura

Seit gestern sind wir hier auf der Insel. Die Fahrt hierher war ein Höllentrip. Über 2 Stunden übers offene Meer bei starkem Wind und hohen Wellen. Fotografieren unmöglich! Bei der Ankunft ist es bewölkt und es wird recht schnell dunkel. Wir sind ziemlich fertig und unsere Wirbelsäulen müssen sich erst einmal erholen. Unser Zimmer ist toll und unsere Terrasse lädt dazu ein. Heute Morgen scheint die Sonne und wir sind erst einmal faul. Beim Frühstück wird Dieter von einem kleineren Raubvogel bewacht. Das Meer ist traumhaft warm und klar, ideal zum Schwimmen, man möchte gar nicht mehr raus. Wenn man stehen bleibt umkreisen Fische. Uns geht es weiterhin gut und wir genießen die letzten Tage hier in Kolumbien. Habe mir eine Taucherbrille ausgeliehen und schnorchle an dem aufgeschütteten Steinwall am Eingang der Bucht. Hier gibt es viele bunte Fische, leider keine Korallen. Heute war ein Rochen in der Bucht, habe ihn gerade noch davonschwimmen sehen. Außerdem sind am Anleger Schildkröten. Leider habe ich keine Actioncam. Heute Morgen mussten wir uns leider von der Insel verabschieden. Die Rückfahrt mit dem Boot war super, kaum Wellen und strahlender Sonnenschein. Hotel vom Meer aus.

Cartagena

Unser vorletztes Ziel erreichen wir nach knapp 5 Stunden Fahrt. Heute ist Samstag und um Santa Marta herum wieder sehr viele Zweiräder unterwegs. Wir sind wieder einmal froh, nicht selbst fahren zu müssen. Außerhalb der Städte hausen die Menschen unbeschreiblich. Wir fahren auf einem Art Damm zwischen Meer und einer Lagune, die durch die Mündung des Rio Magdalene entsteht. In Cartagena haben wir ein sehr schönes Hotel in der Altstadt und machen am Nachmittag einen ersten Rundgang. Am Morgen haben wir einen Guide er holt uns um 8.00 Uhr ab. Zuerst geht es auf die Festung und danach zu einem Kloster mit Blick auf Cartagena. Wir erfahren sehr viel über die bewegte Geschichte von Cartagena und warum es nicht die Hauptstadt von Kolumbien wurde . Cartagena ist völlig anders, als alles, was wir bisher in Kolumbien erlebt haben. Viel mehr Touristen, viel mehr Händler und Musiker auf den Straßen und die Preise sind wesentlich höher. Aber trotzdem gefällt uns diese Stadt, in der das Leben pulsiert, mit seinen schönen Häusern und Plätzen. Show beim Abendessen und von allen Seiten Musik,

Santa Marta – Tayrona NP

Wir fahren um 9 Uhr los. Unser Fahrer ist heute Morgen von Santa Marta gekommen, ist also schon 5 Stunden gefahren. Bis er wieder zu Hause ist, wird er knapp 14 Stunden unterwegs gewesen sein. Die Fahrt ist unspektakulär. Bis zur Verbindungsstraße Santa Marta – Bogota fahren wir entlang Weideland mit vielen Rindern und Bananenplantagen. Es sind kaum Autos unterwegs, dafür Zwei- und Dreiräder aller Art. Danach waren wieder die Lastwagenkolonnen unterwegs. Gegen 15.30 Uhr sind wir auf der Finca Barlovento angekommen. Leider fing es nach dem Begrüßungscocktail an zu regnen. Wir konnten aber auf der Terrasse das sehr leckere Abendessen genießen. Heute Morgen sah der Blick von der Terrasse schon anders aus. Am Vormittag haben wir einen Spaziergang zum Strand gemacht und dabei einen Kaiman in der Flussmündung liegen sehen. Am Nachmittag waren wir am Pool. Heute sind wir richtig faul gewesen. Heute gehen wir in den Tayrona Nationalpark. Um 7.30 Uhr geht es los. Wir wandern über 12 km durch tropischen Regenwald zu einigen sehenswerten Stränden. Wegen der gefährlichen Strömung kann man nur an einem baden. Bei 31 Grad herrscht hohe Luftfeuchtigkeit. Am Ende haben wir noch eine Affenfamilie getroffen.

Mompox

Wir werden um 5.30 Uhr abgeholt und zum Hafen gebracht. Unsere Fahrt auf dem Rio Magdalena beginnt um 6 Uhr, mit einem wirklich abenteuerlichen Boot. Leider regnet es. Wir sind für die ca. 250 km bis El Banco 6 Stunden unterwegs. Wir machen einige Zwischenstopps, um Leute ein- und aussteigen zu lassen. Ankunft in El Banco, eine sehr arm wirkenden Stadt, in der hauptsächlich Zweiräder unterwegs sind, auf denen die ganze Familie mitfährt und alles transportiert wird. Auf der Fahrt nach Mompox sind links und rechts der Straße Rinderherden und Bananenplantagen in sumpfigem Gelände zu sehen. Die Menschen leben zum großen Teil in halb zerfallen kleinen Hütten. Es ist erschütternd das zu sehen. Am Abend bekommen wir einen ersten Eindruck von Mompox. Am nächsten Morgen starten wir zu einem Rundgang durch die Stadt. Sie besteht aus einer Uferpromenade, wo man auch die Touristen findet (hauptsächlich Kolumbianer) und der restlichen Stadt, die recht arm wirkt. Wieder viele Zweiräder und kaum Autos. Entlang der Uferpromenade kommt man zu 3 Plätzen mit 3 Kirchen. Es sind auch noch viele Häuser aus der Kolonialzeit zu sehen. An der Uferpromenade kann man Leguane beobachten. Abendstimmung am Fluss.

Barrancabermeja

Noch schnell ein Abschiedsfoto und dann machen wir uns auf den Weg nach Barrancabermeja eine Industriestadt am Rio Magdalena. Für die knapp 260 km brauchen wir über 6 Stunden. Werden aber mit tollen Ausblicken belohnt. Den restlichen Tag haben wir auf der Dachterrasse unseres Hotels verbracht.

Barichara

( Ich hatte die letzten beiden Tage leider Schwierigkeiten beim Hochladen der Fotos.. Jetzt geht es aber weiter.) Wir verlassen Villa de Leyva nach einem tollen Frühstück im Garten und machen uns auf den Weg nach Barichara. Für die 190 km brauchen wir über 5 Stunden. In San Gil ist eine Veranstaltung mit Pferden und wir müssen eine Umleitung durch eine Wohnsiedlung machen. Als Straßen kann man es nicht bezeichnen. Waren heilfroh, als wir durch waren. In Barichara angekommen werden wir von Jorge und Katja herzlich willkommen geheißen. Die Finca San Pedro hat eine besondere Atmosphäre. Sie ist abgelegen und liegt am Hang mit einem tollen Blick auf die Berge. Am Morgen sind wir mit dem Tuk-Tuk nach Barichara gefahren und haben uns die Stadt angesehen. Allein die Fahrt war ein Erlebnis. Von Barichara aus hat man einen tollen Blick auf die Berge und das davor liegende tiefe Tal. Gerne wäre wir den Camino Real nach Guane gelaufen, dazu hätten wir einen Tag mehr auf der Finca Pedro einplanen müssen. Hier ist der Einstieg. Den Nachmittag verbringen wir auf der Finca.

Villa de Leyva

Auf dem Weg nach Villa de Leyva machen wir an einem großen See einen Stopp. Danach wandern hoch auf über 3100 m, zu der Laguna de Guatavita, einem Kratersee der den Muisca (Ureinwohner) heilig war, und in dem die Spanier einen riesigen Goldschatz vermuteten. Zu der Lagune kann man nur mit einer geführten Gruppe kommen. Der Führer spricht leider nur spanisch. Er erzählt viel über die Muisca, ihre Rituale, Legenden und heiligen Orte. Wirklich schade, dass wir nichts verstehen. Es geht weiter nach Villa de Leyva. Für die ca. 120 km müssen wir 3 Stunden rechnen. Wir fahren durch grünes, fruchtbares Hochland, wo hauptsächlich Kartoffel angebaut werden und Rinder auf den Weiden stehen. Als wir in Villa de Leyva ankommen sind wir etwas skeptisch, was unsere Unterkunft angeht. Wir wurden aber sehr positiv überrascht. Villa die Leyva ist ein sehr schöner Ort mit einem riesigen Hauptplatz. Das Kopfsteinpflaster macht das Gehen und Fahren schwierig. Nach unserem Stadtbummel sind wir zum „Fossil“ gefahren. In dem Museum kann man den Monquirasaurus sehen, den man hier in der Nähe gefunden hat. Außerdem gibt es noch viele andere Versteinerungen. Happy Halloween 🎃

Guasca

Heute Morgen (Dienstag) haben wir Medellin und Ouinta Ladera verlassen und sind nach Bogota zurückgeflogen. Dort wurden wir von unserem Driver abgeholt und haben uns auf den Weg zu der unterirdischen Salzkathedrale gemacht. Der Verkehr aus Bogota heraus war fürchterlich und wir waren einmal mehr froh, nicht selbst fahren zu müssen. Die Salzkathedrale von Zipaquira wurde in ein aktives Salzbergwerk gebaut (gehauen). An den Stationen des Kreuzwegs waren unterschiedlich gestaltete Kreuze mit unterschiedlicher Beleuchtung zu sehen. Der Kreuzweg führte hinab ins Kirchenschiff. Danach sind wir nach Guasca zur Posada Estancia San Antonio gefahren. Sie liegt recht weit außerhalb, auf fast 3000m Höhe und wir haben 9 Grad in der Nacht. Am Morgen sehen wir, wie traumhaft schön sie liegt und wir sind froh, den Fahrer auf 10.00 Uhr bestellt zu haben. Blick aus unserem Zimmer am Morgen.

Medellin

Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg nach Medellin. Für die 220 km braucht man normalerweise um die 4 Stunden. Da Minenarbeiter streiken und die Straße blockieren, gab es nur eine Möglichkeit durch die Berge über eine unbefestigte Straße der übelsten Sorte zu fahren. Nach gut 7 Stunden waren wir in Medellin. Die Ausblicke waren traumhaft, aber keine Möglichkeiten zum Halten. Hier ein paar Eindrücke, wie es auf der Straße zugeht. An den schlimmsten Stellen ist es unmöglich zu fotografieren. ( tiefe Rinnen, große Steine in der Straße, Löcher, Schlamm). Einmal sind wir beinahe in einem Schlammloch steckengeblieben. 10 bis 15 Stundenkilometer ist die Höchstgeschwindigkeit. Ein großes Dankeschön an Jorges, dass er uns da gut durchgebracht hat. Ein kurzer Zwischenstopp in Caramanta, ein ursprüngliches Städtchen voller Leben weit im Abseits. Heute ist Sonntag und wir werden um 9.00 Uhr von unserem Fahrer und dem Guide abgeholt. Unser Hotel liegt in einem besseren Wohnviertel, was auch das älteste ist. Jedoch gibt es kaum noch alte Häuser. Unser Hotel Quinta Latera ist eines davon. Melledin hat ca. 3 Millionen Einwohner, wir erfahren viel über die Geschichte und die Entwicklung der Stadt. Jahrelang wurde die Stadt von Drogenbossen beherrscht. Pablo Escobar war einer von ihnen. Die Stadt versucht durch verschiedene Maßnahmen der Bevölkerung der ärmsten Wohngebiete eine Teilhabe und eine Perspektive zu ermöglichen. Dazu gehört Bildung, aber auch die Metro, die Cable Cars und die Rolltreppe zur Kommune 13. Wir sind mit allem Dreien gefahren. Die Kommune 13 ist heute eine Touristenattraktion. Graffiti in der Kommune 13 zu dem brutalen Massaker des Militärs am 16.10.2002. Wir treffen eine Zeugin, die damals dabei war und seitdem versucht die Kinder des Viertels zu fördern. Ein paar Fotos von der Innenstadt Plaza Botero Skulpturen von Botero Heute machen wir einen Ausflug nach Guatape und besteigen den Fels. Über 700 Stufen. Dann sind wir weitergefahren zu dem Ort.,, …mit seinen bunten Häusern und den bunt gestalteten Holzsockeln Auf dem Rückweg haben wir noch ein Fotostopp gemacht.